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Malignes Melanom - Hintergrund / Einleitung

Malignes Melanom (schwarzer Hautkrebs)


Ein malignes Melanom ist ein hochgradig bösartiger Tumor, der von den Pigmentzellen (Melanozyten) der Haut oder Schleimhaut ausgeht. In den letzten Jahrzehnten kam es zu einem stetigen Anstieg der Erkrankungsraten des malignen Melanoms. In Deutschland beträgt die Neuerkrankungsrate bei Frauen 16-18 / 100 000 Einwohner, bei Männern 12-14 / 100 000 Einwohner jährlich.

Was sind Ursachen und Risiken für ein malignes Melanom?


UV-Strahlung stellt den wichtigsten ursächlichen Faktor für die Entstehung von malignen Melanomen dar. Insbesondere kurzzeitige Expositionen hoher UV-Dosen mit darauffolgenden Sonnenbränden scheinen mit einem erhöhten Melanomrisiko einherzugehen. Besonders schädlich zeigte sich auch die Sonnenexposition in der Kindheit. Als Risikofaktoren für ein malignes Melanom gelten weiterhin: heller, UV-empfindlicher Hauttyp (Hauttyp I und II) sowie eine blonde oder rote Haarfarbe; Nähe des Wohnortes zum Äquator bei der weißen Bevölkerung (insbesondere Personen mit europäischer Abstammung in den USA und Australien); Vorhandensein vieler (>50) melanozytärer Nävi (Muttermale) oder atypischer Nävi; künstliche UV-Exposition durch Solarien (Benutzungsverbot für Minderjährige).


Formen des malignen Melanoms


Ein malignes Melanom erscheint rötlich-bräunlich bis bläulich-schwarz pigmentiert, kann jedoch auch völlig pigmentfrei sein (amelanotisches Melanom). Der Entstehungsort sowie morphologische Charakteristika des malignen Melanoms ermöglichen eine Einteilung in verschiedene Formen:
  • Lentigo maligna Melanom: über Jahre hinweg entstehende bräunlich bis schwarze Hautveränderung meist im Gesicht älterer Menschen, insbesondere bei Frauen.
  • Superfiziell spreitendes Melanom: meist im mittleren Erwachsenenalter am Stamm auftretender, flacher, mehr oder weniger, oft unregelmäßig pigmentierter Tumor.
  • Noduläres (knotiges) Melanom: Tumor, der primär knotig wächst oder rasch einen knotigen Anteil ausbildet.
  • Akrolentiginöses Melanom: an Handinnenflächen oder Fußsohlen, Fingern oder Zehen auftretendes Melanom; an Fingern und Zehen oft in unmittelbarer Nähe zum Nagel mit Neigung zu Ulceration (Bildung eines Geschwürs/Wunde).
  • Seltenere Varianten des Melanoms sind Schleimhautmelanome und okuläre Melanome (am Auge; meist Aderhaut). Bei 5 % der Patienten mit metastasiertem Melanom kann kein Primärtumor (Entstehungsherd) an der Haut gefunden werden.

Artikelinformationen zu Malignes Melanom
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Prof. Dr. med. Stephan Grabbe

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